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Nürburgring Grand-Prix-Strecke
Andere Epochen, andere Größenverhältnisse! Ein Kompressor-Bentley (!) und ein gradezu zierlicher Porsche 356.
 

"Eifel-Klassik" 2003

 

Manchmal Der Termin der Eifel Klassik war dieses für mich dieses Jahr doch eher mit einer gewissen Anspannung verbunden. Kurz nach dem Kauf meines Commodore GS war ich doch am überlegen, im historischen Motorsport aktiv zu werden, FIA-Papiere hatte der Commo ja. Uwe meinte in einem Gespräch, der Wagen sei ja genau das richtige Instrument, um die "Eifel Klassik" mitzufahren. In erster (überschwänglicher) Begeisterung habe ich "ja" gesagt, als Uwe erwähnte, dass auch Gleichmäßigkeitsfahrten und nicht nur Geschwindigkeitsvergleiche gefahren werden. Als ich herausgefunden hatte, dass Gleichmäßigkeitsfahrten nur für Fahrzeuge bis Baujahr 1965 veranstaltet werden, war mir der Einsatz des Wagens nun nicht mehr so recht ...

Jedenfalls ist es nicht zum Einsatz des Commo bei der "Eifel Klassik" gekommen, was ich alles andere als tragisch fand. Aber zur "Eifel Klassik" wollte ich schon mal, denn beim "Oldtimer Grand Prix" war ich dieses Jahr nicht. Zumindest des Samstag am Ring wollte ich mir geben. Natürlich war das Wetter genau an diesem Tag – na ja, sagen wir "durchwachsen". Normalerweise kann man am Ring innerhalb von zwei Stunden einen Sonnenbrand und eine Grippe bekommen. Aber diesmal war es anders: Man hätte nur eine Grippe bekommen können! Empfehlungen zufolge hatte ich am Ende der Start-Ziel-Geraden kurz vor der einen Platz gesucht. Die Stelle war gut, man hatte eine hervorragende Übersicht über diverse Kurven, aber eine entscheidende Maßgabe der Architekten schein wohl "die Zuschauer dürfen keine Sonne abkriegen" gewesen zu sein! An der Rückseite der Tribüne waren zumindest ein paar wärmende Sonnenstrahlen zu ergattern, aber auch nur da!

 

Start-/Zielgrade

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Am späten Vormittag gesellte sich Marc aus Bonn zu mir und schon nach wenigen Minuten setzte sich bei ihm die Erkenntnis durch, mit der Wahl der Kleidung doch etwas nachlässig verfahren zu sein!

Nach diversen Rennen setzte sich das Verlangen, etwas Essbares zu vernaschen, durch. Glücklicherweise gab es eine Imbissbude auf der Sonnenseite der Tribüne. Etwas Schweinefilet im Darm und Brot sollte es sein. Im Kopf hatte ich dabei die Qualität der "Kleinkunstbühne mit Essensausgabe" in Frankfurt/Main, die sich da "Best Woscht in Town" nennt. Die Preise waren deutlich über dem erwähnten Niveau, die Qualität der Curry-Wurst (und der halben Scheibe Toastbrot) so unterirdisch, dass man zumindest eine gewisse Wärme wie sie wohl im Erdmittelpunkt herrschen soll, hätte erwarten können (wenn ich etwas Warmes wollte, hätte ich wohl ein Bier bestellen müssen!).

Im weiteren Verlauf reifte die Entscheidung, mal etwas an der Nordschleife zu gucken und zu hoffen, es würde ein Rennen stattfinden. Eine Programmübersicht hätte da sicher Gewissheit verschafft, aber irgendwie konnte ich mich nicht richtig durchringen, den geforderten Obolus zu entrichten. Wir hatten uns überlegt, meinen Commo oder Marc's Ascona B zu nehmen, um nach Breidscheid zu kommen. Letztendlich war es die richtige Entscheidung, den Ascona für die feuchte und kurvenreiche Strecke zu nehmen.

An der Nordschleife war ich vorher noch nie gewesen, insofern war es wirklich gut, einen ortskundigen Begleiter zu haben, der auch humoristisch und musikalisch auf ähnlicher bis gleicher Wellenlänge liegt. Die Stelle kurz vor der Ortsüberquerung von Breidscheid war wirklich empfehlenswert (zumindest ich als Nordschleifen-Neuling fand sie gut). Die unmittelbare Nähe zu einem bekannten Lebensmittel-Discounter habe ich dann auch zur Verbesserung der Ernährungslage und Marc zur Optimierung der Bekleidungslage genutzt!

 

Breidscheid

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Als auch da etwas Ruhe einkehrte, sind wir mit dem Commo zum "Brünnchen" an die Nordschleife gefahren. Es war haargenau die richtige Entscheidung, die Verteilung der Exkursionen so vorzunehmen, denn der Commo ist doch etwas "geländetauglicher", als Marc's Ascona (der vermutlich schon beim Überfahren einer Euromünze aufsetzt). Aber auch der Commo hatte durch die Schluchten der Wasserabläufe am "Brünnchen" gelegentlich Bodenkontakt abseits der Räder! So trostlos auch das Parkareal war, so interessant war der erwähnte Streckenabschnitt. Aber wenn ich mir vorstelle, dass diese Strecke bis 1976 mit Formel-1-Fahrzeugen beackert wurde, wird es mir echt nicht besser!
 

Brünnchen

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Letztendlich sind wir dann noch ins Fahrerlager gegangen um mal zu sehen, welche Schätze da noch rumstehen, beziehungsweise um die Schätze auch mal aus der Nähe zu sehen ...
 

Fahrerlager

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Die "Eifel Klassik" ist zwar nicht so groß wie der "Oldtimer Grand Prix" und die Can-Am-Serie hat mir persönlich zumindest akustisch gefehlt, aber durch das etwas lockerer gestaffelte Programm und weniger starken Publikumsandrang hat man doch eher die Chance, sich auf die Rennen und die Fahrzeuge zu konzentrieren. Beim OGP wird in den einzelnen Rennen härter um Positionen gekämpft, aber auch die Verluste an Blech, Fahrzeugen und (möglicherweise) Gesundheit der Fahrer sind beim OGP höher. Von daher bevorzuge ich eigentlich die "Eifel Klassik". Wer aber beispielsweise diverse Lola T70 auf der Grand-Prix-Strecke zu sehen möchte, sollte lieber zum OGP gehen.